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Meine Herausforderung: Drei neuen Gewohnheiten im neuem Jahr

Playmobil-rocket / bild: pixabay CC0 public domainVergessen Sie die guten Vorsätze im neuen Jahr! Viel sinnvoller als die großen Ideen und Ziele, die Sie unbedingt umsetzen wollen sind neue Gewohnheiten. Mit Gewohnheiten haben Sie mehr Potential zur Veränderung, da die richtigen Gewohnheiten Sie automatisch zu ihren Zielen führen und das ohne einen ständigen Kampf zu führen.  Ich möchte im neuen Jahr drei neue Gewohnheiten erwerben und zeige Ihnen, wie das konkret geht.

Gewohnheitsänderungen scheinen schwierig und langwierig zu sein. Viele Trainer gehen davon aus, dass Sie nur eine Gewohnheit verändern sollten und dass sie sich 30 Tage dafür Zeit nehmen sollen. Nach Babauta, der dieses Thema im Selbstmanagement stark machte, braucht es minimal 21 Tage und man sollte sich konkret auf diese eine Gewohnheitsänderung konzentrieren und dann erst weitere angehen (Babauta, Leo 2009: The Habit Change Cheatsheet). Laut Dhuigg ist die Kombination aus festgelegten Auslösern, Routinehandlungen und Belohnungen besonders erfolgreich (Epipheo 2013: The Power of Habit). Wer aber konzentriert sich so stark nur auf eine Verhaltensänderung? Wie sieht es bei einer sehr flexiblen Arbeitswoche aus, oder wenn man viel unterwegs ist, wie das bei mir der Fall ist? Gibt es nicht vielleicht auch einen einfacheren Weg, Gewohnheiten zu ändern?

Der minimalistische Weg zur Gewohnheitsänderung

Ich habe bereits einige Gewohnheiten verändert und neue erworben. Mit das wichtigste war sicherlich meine Meditationsroutine, seit einigen Jahren meditiere ich regelmäßig, fast jeden Tag und diese Gewohnheit hat mein Leben stark zum Positiven geändert. So pathetisch es klingt, aber ich bin inzwischen SEHR viel ausgeglichener und konzentrierter und das bei einer steigenden Arbeitsbelastung. Entscheidend war bei der Gewohnheitsänderung, es regelmäßig zu machen und dranzubleiben. Ich habe zu Beginn nicht jeden Tag meditiert, aber nach einigen Monaten wurde das Sitzen so zu Gewohnheit, dass ich inzwischen fasten jeden Tag eine halbe Stunde meditiere. Es scheint also auch ohne festen Zeitplan zu gehen, ich erinnere mich auch nicht, dass ich bewusst mit Auslösern gearbeitet habe und ich musste häufig meine Routine an verschiedenen Zeiten am Tag unterbringen.

Sie können also auch neue Gewohnheiten erwerben, wenn Sie einfach regelmäßig dranbleiben und hier setzte das Buch “Viel besser als gute Vorsätze: Wie Sie mit Mini-Gewohnheiten Maxi-Erfolge erleben” von Stephen Guise an. Die Grundidee ist relativ einfach: Minigewohnheiten sind Angewohnheiten, die geradezu lächerlich klein sind, aber jeden Tag ausgeführt werden sollen. Mehr ist dabei immer erlaubt. Stephen Guise nennt sein eigenes Beispiel, die eine Liegestütze am Tag. Er ist auf die Idee der Minigewohnheiten gekommen, indem er einfach eine Liegestütze am Tag machte, das aber jeden Tag. Aus dieser Angewohnheit ist inzwischen ein richtiges Trainigsprogramm geworden. Dann kam eine zweite Angewohnheit hinzu, er nahm sich vor, jeden Tag 50 Wörter zu schreiben, das sind ungefähr vier bis fünf Zeilen. Zwei Routinehandlungen, die also so  lächerlich klein sind, dass er in Anlehnung an die Bankenkrise von “too small to fail” spricht. Zu Beginn hat er manchmal die Liegestütze buchstäblich vor dem Schlafengehen auf dem Bett gemacht.

Allerdings war Wirkung dieser kleinen Änderungen gewaltig. Sehr schnell machte er mehr als eine Liegestütze und schrieb bald sehr viel mehr als 50 Wörter, teilweise an die 2000 Wörter am Tag. Für die stressigen Tage oder den Urlaub ließ Stephen Guise sich immer wieder auf die Minimalgewohnheit zurückfallen.

Meine drei Gewohnheiten für das nächste Jahr

Ich habe mir überlegt, auch eine solche Herausforderung mir zu stellen und im neuen Jahr umzusetzen. Ich möchte mir drei neue Angewohnheiten aneignen und das ab Januar mit der Idee der Minigewohnheiten umzusetzen. Dabei habe ich mir drei Punkte herausgesucht, in denen ich mich im Jahr 2016 verbessern will. eine neue Angewohnheit wird den Sport betreffen und zwei berufliche Angewohnheiten werde ich einführen.

Minijoga: Ich kann mich sehr leicht für Laufen motivieren und ich laufe auch regelmäßig, aber Kraft und Beweglichkeit kommen immer zu kurz. Ich habe in den letzten Jahren halbherzig Krafttrainig begonnen, das tut mir sicher gut, aber ist mir im Fitnessstudio zum umständlich und ist mir auf Dauer etwas zu eintönig. Ich habe lange schon länger die Idee, mit Yoga zu beginnen und hier ist meine neue Yogagewohnheit. Jeden Tag werde ich die ersten drei Positionen des Sonnengrußes machen. Aufrecht stehen, Arme heben, nach oben blicken und dann mit der Ausatmung nach unten rollen und die Händflächen neben den Füße ablegen (die Knie können leicht gebeugt sein). Ich denke, das ist ähnlich minimalistisch wie die eine Liegestütze. Das geht auch an einem vollen Tag, ich brauche nicht mal eine Matte oder besondere Kleidung.

50 Wörter am Tag: Mir hat diese Gewohnheit sehr gefallen. 50 Wörter sind machbar, ich werde also jeden Tag 50 Wörter schreiben. Woran lasse ich offen. Entweder die Blogs oder das aktuelle Buch. Wie sieht es an Wochenenden aus? Hier werde ich mir noch etwas besonderes überlegen.

Ein netter (Facebook)Kommentar: Meine Aktivitäten auf den Socialen Medien dümpeln so vor sich hin, gerade die Facebookseite entwickelt sich nicht wirklich weiter. Am aktivsten ist nach wie vor mein Twitteraccount, ich möchte aber gerne auf Facebook weiter aktiv sein und mehr Publikum gewinnen. Meiner Erfahrung nach funktioniert das am besten, wenn man wirklich aktiv sich an Diskussionen beteiligt und andere kommentiert. Also meine Gewohnheit wird jetzt folgende sein: Ich schreibe pro Tag einen netten Kommentar auf Facebook, eine nette Bewermkung zu einem Beitrag, der mir gefällt. Der Kommentar  kann total klein sein “Toller Artikel, vielen Dank für Anregungen!”, das wäre die Minigewohnheit für den Tag, mehr ist auf jeden Fall erlaubt. Ich lasse es offen, was ich kommentiere, es sollten natürlich Beiträge von Leuten sein, die noch nicht in meinem Netzwerk sind. Aber auch hier geht es darum, es wirklich jeden Tag zu tun, ein Kommentar zu einem Beitrag in meinem Netzwerk ist erlaubt.

Ich bin gespannt, wie es mir damit ergeht. Ab Januar geht es los. Im nächsten Artikel beschreibe ich noch die Details die letzten Punkte, um Gewohnheiten umzusetzen und vor allem, wie es in den Ferien  oder am Wochenende funktionieren soll. Mehr dazu im nächsten Artikel.