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Ziele erreichen mit den richtigen Gewohnheiten

20140123-habits-cafeLeider ist das mit den Zielen so eine Sache, auch wenn Sie klar formuliert sind. Im Alltag gibt es viele Gewohnheiten, die Sie von Ihren Zielen abhalten können. Mit den richtigen Arbeitsgewohnheiten können Sie aber Ihre Ziele besser erreichen und ihr Selbstmanagement deutlich verbessern.

Wenn Sie jetzt Ziele formuliert haben, diese auch möglichst konkret, dann herzlichen Glückwunsch! Sie gehören mit diesem Schritt bereits zu den wenigen Menschen, die wirklich produktiv arbeiten und im Leben eigene, selbstgesteckte Ziele anstreben. Eine schriftliche Zielfixierung ist ein erster wichtiger Schritt für mehr Produktivität im Alltag und generell für ein Arbeitsleben, das SIE in die Hand nehmen – und nicht umgekehrt! Leider ist es so, dass der Alltag sehr schnell zurückkehrt und Sie häufig in alte Routinen zurückfallen. Dieser Punkt ist häufig entscheidend, wenn Sie selbstgesteckte Ziele wirklich erreichen wollen. Häufig scheitert das eher dem  tägliche Klein-Klein und den viele Gewohnheiten, die Sie von Ihren Zielen abhalten.

Gewohnheiten und Selbstmanagement

Gewohnheiten sind ein wichtiger, häufig unterschätzter Faktor im Selbstmanagement. Die meisten Handlungen geschehen gewohnheitsmäßig und das hat seinen guten Grund. Sie müssen nicht immer überlegen, was Sie genau machen, wenn Sie beispielsweise Autofahren, ihr Frühstück zu sich nehmen, einen Bericht schreiben oder eine Fahrt oder einen Flug für den Urlaub buchen. Für all diese Tätigkeiten haben Sie meisten Gewohnheiten oder Routinen, die Sie im Alltag unterstützen. Und das ist eine große Erleichterung! Anstatt Ihren ganzen kognitiven Apparat in Gang setzten zu müssen, laufen viele Tätigkeiten automatisiert ab und Sie können sich auf eingeschliffene Gewohnheiten verlassen. Sie können das Frühstück machen, ohne groß über die Einzelheiten nachdenken zu müssen. Wenn Sie beispielsweise immer einen Kaffee machen, ein Müsli essen und lesen vielleicht die Tageszeitung lesen, müssen Sie sich über diese einzelnen Handlungen und den Ablauf keine Gedanken mehr machen, das Sie aus Gewohnheit handeln.

Diese Automatisierung vieler Handlungen ist allerdings eine zweischneidige Angelegenheit. Es macht nämlich für Ihr Gehirn nämlich keinen Unterschied, ob Ihre Gewohnheiten positiv sind und ihnen weiterhelfen oder ob das nicht der Fall ist. Jede Gewohnheit ist für das Gehirn eine Routine, die Sie nur schwer ablegen können. Ihre Morgenroutine besteht meistens aus der Abfolge ganz bestimmter Handlungen, die Sie immer und immer wieder ausführen und die sie nur schwer ändern können. Gewohnheiten sind sich darin gleich, ganz egal, ob Sie am Morgen aus Gewohnheit früh aufstehen, gesund essen, mit etwas Bewegung ihren Kreislauf in Schwung bringen und dann beschwingt mit der Arbeit beginnen, oder ob Sie, auch aus Gewohnheit, am Morgen Blogs im Internet lesen, viel Kaffee trinken und sich anstatt eines Frühstücks aus Zeitmangel auf dem Weg zu Arbeit schnell ein Brötchen reinstopfen.

Mit guten Arbeitsgewohnheiten Ziele erreichen

Sie können die Gewohnheit haben, sich jeden Abend mit einer Tüte Chips vor den Fernseher zu setzen, oder Sie haben es zur Angewohnheit gemacht, jeden Abend eine halbe Stunde zu laufen. Sie können aus Gewohnheit Ihren Stress mit Zigaretten dämpfen oder Entspannungsübungen machen, Sie können die Gewohnheit haben, sich jede Woche Ihre wichtigsten Projekte zurechtzulegen oder Sie können auch aus Gewohnheit jeden Tag eher impulsiv losarbeiten und das zu erledigen, was gerade so anbrennt. All das sind Gewohnheiten. Es macht aber natürlich einen großen Unterschied, ob Sie Gewohnheiten haben, die Ihnen wirklich helfen Ihre Ziele zu erreichen oder ob Ihre Gewohnheiten Sie ausbremsen. Gute Arbeitsgewohnheiten können Ihnen sehr dabei helfen, Ihre Ziele zu erreichen. Mit den richtigen Routinen können Sie die alltäglichen Anforderungen effizienter erledigen und gewinnen so den Raum für Ihre Ziele. Welche Gewohnheiten sind hilfreich, wenn Sie Ihre Ziele erreichen wollen?

1.       Kleinkram sofort erledigen

Es gibt jeden Tag viele kleine Aufgaben, die schnell zu einem großen Berg anwachsen können. Es müssen Rechnung bezahlt werden, die Mails müssen beantwortet werden, eine kurze Bestätigung muss geschickt werden, oder Sie müssen Angaben für eine Krankenkasse oder eine Versicherung machen. All diese Aufgaben sind in der Regel schnell abgehandelt und erledigt, zum Problem werden Sie nur, wenn Sie die kleinen Aufgaben anwachsen lassen und sie vor sich her schieben. Eine gute Faustregel aus “Getting Things Done” besagt, dass Sie alle Aufgaben, die maximal zwei Minuten brauchen sofort erledigen sollten. Das sind also kurze Mails, manche Bestätigungen oder kurze Anrufe. Wenn Sie all das sofort machen, wenn Sie die Mail oder den Brief bekommen, werden die kleinen zu keinem großen Berg und Sie behalten den Blick auf das Wesentliche.

2.       Tages- und Wochenrückblick

Ein ganz wichtiger Punkt, um Ihre Ziele immer im Blick zu haben ist ein Tages- und Wochenrückblick. Sie gehen in diesem Rückblick nochmals kurz durch, was Sie am Tag erreicht haben. Und Sie organisieren die Dinge, die Sie morgen und der nächste Woche erledigen müssen. Ein Tagesrückblick ist wirklich nicht sehr aufwendig. Sie nehmen Sich maximal 10 Minuten durch, checken Ihre To-Do Liste und Ihren Kalender und notieren die Sachen, die morgen dringend sind. genauso funktioniert ein Wochenrückblick. Sie gehen die letzte Woche durch und organisieren die Angelegenheiten für die nächste Woche. Sehr wichtig ist dabei, dass Sie sich wirklich zeit für Ihren Zielen nehmen, siehe unten.

3.       Früher starten

    Ein häufiges Problem kann ein verschleppter Start in den Morgen sein. Es ist sehr hilfreich, wenn Sie versuchen mal eine halbe oder eine Stunde früher zu starten. Das ist machbar und Sie werden sehen, wieviel mehr Sie erledigen können. Hilfreich ist dabei auch der Tagesrückblick und die wichtigsten Punkte des Tages, wenn Sie damit starten, vermeiden Sie, dass Sie die Zeit am Morgen mit unwichtigen Kram vertrödeln. Um in den Tag zu starten hilft es mir häufig, mir eine kleinere Aufgabe für den Morgen vorzunehmen. Beispielsweise eine Rechnung schreiben, Unterlagen für ein Seminar zusammenstellen oder eine kleine Rechercheaufgabe.

4.       E-Mail Routinen entwickeln

    Ein sehr wichtiger Punkt sind E-Mailroutinen. das heißt: Nehmen Sie sich möglichst feste Zeiten vor, an denen Sie E-Mails beantworten. Wie das konkret aussieht, hängt von Ihrem Beruf ab. Effizient ist es , den Morgen für wirklich wichtige Aufgaben zu verwenden. Wenn Sie gleich mit den E-Mails starten, besteht die Gefahr, dass Sie sich schon am Morgen im Kleinkram und Tagesgeschäft verlieren. Der Morgen sollte für die wirklich wichtigen Termine reserviert sein. Für mich funktioniet es gut, wenn ich gegen 11 oder 12 Mails checke und möglichst alle beantworte. ich habe dann noch einen zweiten Termin um ungefähr 16:00 Uhr, vor allem für die längeren Mails.

5.       Zeiten für Ihre Ziele freimachen

Die tägliche Routine läuft meistens ohne Probleme. Sie erledigen das, was im Tagesgeschäft so aufläuft. Schwieriger wird es meistens, wenn Sie wirklich Ziele verfolgen, die über das übliche hinausgehen. Sie wollen sich beruflich weiterentwickeln und fortbilden, Sie wollen vielleicht sportlich etwas erreichen oder Sie wollen ein besonderes Projekt umsetzen, vielleicht wollen Sie mit einer Partnerstadt Ihrer Heimatstadt eine größere Veranstaltung umsetzen. Was auch immer Sie an Zielen haben, wenn es über den Alltag hinaus geht, ist es sinnvoll, wenn Sie sich Zeiten für das Ziel festlegen und an diesen Zeiten konsequent daran arbeiten. Am besten ist es, wenn Sie sich verbindliche Termine setzen und freihalten, um dann in dieser geblockten Zeit an Ihren Zielen zu arbeiten.